Vielleicht sind Sie Dir in deiner Stadt schon aufgefallen: diese Zeichenutensilien-an-jeden-Ort-Mitschlepper, die neuen urbanen Kreativen, die alles, was sich ihnen in den Weg stellt, in ihre Notizblöcke zeichnen. Das Notizbuch war schon seit jeher das Kreativ-Werkzeug für die künstlerische Bohème und die Urban Sketcher (so nennen sich diese Großsstadtkünstler nämlich) geben ihm so auch irgendwie wieder seine ganz urspüngliche Funktion zurück. Das ist er also der neue Trend der Großstädter, die nach dem Urban Gardening nun das Urban Sketching für sich (wieder-) entdeckt haben.
Seit sich die Fans der so genannten Scribble-Sportart bei FlickR, Twitter und Co. gruppieren, ist ein regelrechter Hype darum ausgebrochen. Gezeichnet wird alles, was direkt vor den Augen des Betrachters liegt: Autos, Menschen und Gebäude. Erst vor kurzem fand das dritte internationale Urban Sketching Symposium in Santo Domingo statt, welches hundert Aktive und Zuschauer mit der Aufforderung zur Beteiligung hinterließ.
Urban Sketcher der frühen Stunde haben schon lange eine Mission und hierfür ein Manifesto formuliert, welches unter Zuhilfenahme digitaler Technologien erlaubt, Kunstwerke zu verändern, aufzuwerten und online zur Verfügung zu stellen. Die Lust aufs Skizzieren hat auch Deutschland bereits erfasst. So wurden die detailgetreuen Skizzen von Florian Afflerbach, dessen Fokus auf Architektur und Autos liegt, bereits über eine Million Mal angesehen. Gut gefallen haben uns auch die Skizzen der Münchnerin Miriam Benmoussa, welche unterschiedliche Detaillierungsgrade ausweisen: von low-end bis realistisch, genauso wie es das Urban Sketching Manifesto vorsieht. Unten seht Ihr eine aktuelle Skizze vom Viktualienmarkt, die uns die Münchnerin zur Verfügung gestellt hat.

Quelle: Dieses Bild wurde uns freundlicherweise von Miriam Benmoussa zur Verfügung gestellt. Alle Rechte liegen bei der Künstlerin.
Die Kombination aus Zeichenkunst sowie einer hilfsbereiten und vernetzten Community reizt Dich? Dann leg’ doch einfach los! Für den Anfang brauchst Du nicht viel: ein spannendes Motiv, ein hochwertiges Notizbuch und die Schreiberlinge (Blei- und Farbstifte), mit denen Du Dich am Meisten beim Zeichnen wohlfühlst.
Plus etwas Mut. Wir wünschen dir viel Spaß!
Wer mehr über Miriam Benmoussa erfahren möchte, kann sich schon auf unseren nächsten Blogpost freuen. Wir haben die Künstlerin für euch interviewt.
