Sun Voyager

Reisetipp: Feuer und Eis, Feen und das Bauamt

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Island, die größte Vulkaninsel der Welt. Nur ein paar Flugstunden von Deutschland entfernt, bringt mich immer wieder zu fassungslosem Staunen. Superlative und Skurriles wohin man schaut.

Das fängt schon damit an, dass Island gleich zu zwei Kontinenten gehört: Nord-Amerika und Europa. Die Naht zwischen den Kontinentalplatten verläuft mitten durch die Insel, die ungefähr so groß ist wie Baden-Württemberg und Bayern zusammen. Auf einen Quadratkilometer kommen aber nur 3 Menschen. In Deutschland sind es 226. Über die Hälfte der insgesamt ca. 320 000 Einwohner leben in der Region Reykjavik, der nördlichsten Hauptstadt der Welt. Und die einzige Stadt dieser Größe mit Fußbodenheizung. Kein Witz!

Ausschließlich aus den Vulkansystemen stammt das Heißwasser, das im sehenswerten Warmwasserspeicher „Perlan“, mit seiner Aussichtsplattform und der Glaskuppel aus über 1100 Fenstern, gesammelt wird. Die Natur versorgt Reykjavik so üppig mit heißem Wasser, dass selbst die Gehsteige beheizt werden, die zu Spaziergängen, beispielsweise zur Skulptur „Sun Voyager“ an der Uferpromenade einladen.  Zum Aufwärmen gibt es dann jede Menge gemütliche Kaffees.

(Bildquelle: Sun Voyager, http://pa-photoart.de/)

(Bildquelle: Sun Voyager, http://pa-photoart.de/)

Jetzt aber raus aus der Stadt! Über 150 Vulkane gibt es auf Island, die – angeblich wegen ihres Temperaments – alle weibliche Namen tragen und wovon mindestens 20 als aktiv gelten. Riesige Gletscher, darunter der größte Europas, bedecken einige dieser aktiven Vulkane.

(Bildquelle: Island Gletscher, http://pa-photoart.de/)

(Bildquelle: Island Gletscher, http://pa-photoart.de/)

 

Schmelzwasser stürzt in unzähligen Wasserfällen über mächtige Felsstufen in enge Schluchten und fließt Richtung Meer. Beim höchsten Wasserfall Islands, dem Glymur, stürzt das Wasser fast 200 Meter tief.

(Bildquelle: Wasserfall Goðafoss, http://pa-photoart.de/)

(Bildquelle: Wasserfall Goðafoss, http://pa-photoart.de/)

 

(Bildquelle: Wasserfall Öxarárfoss, http://pa-photoart.de/)

(Bildquelle: Wasserfall Öxarárfoss, http://pa-photoart.de/)

An anderen Stellen schießt es kochend 20 Meter hoch aus der Erde. Die größte dieser heißen Quellen Islands, der „Große Geysir“, wurde namensgebend für dieses Naturphänomen. Der Begriff „Geysir“ kommt vom Isländischen „geysa“ was „wirbeln“ oder „strömen“  bedeutet. Ansonsten kochen bis zu 200 Grad heiße Schlammtöpfe und Schwefelquellen, Erdschlote fauchen ihren heißen Dampf aus den Tiefen der Erde und man kann über warme Lavafelder wandern.

Zur Abwechslung dann eine Bootsfahrt in der Gletscherlagune Jökulsárlón mit ihrem blauen oder vom Vulkanstaub geschwärzten Eis. Unvergesslich – nicht nur für Outdoor-Fans, Naturliebhaber und Fotografen!

(Bildquelle: Gletscher Iceland, http://pa-photoart.de/)

(Bildquelle: Gletscher Iceland, http://pa-photoart.de/)

 

Ach ja: Im Bauamt von Reykjavik gibt es übrigens eine „Elfenbeauftragte“.  Frau Erla Stefánsdóttir sorgt dafür, dass bauliche Maßnahmen die mythischen Wesen nicht verärgern. Um sie nicht zu diskriminieren, können Elfenbehausungen auch eine eigene Hausnummer bekommen. Wie in der Stadt Grundarfjördur. Dort ragt zwischen den Hausnummern 82 und 86 ein großer Felsen auf.
Hier, auf Nummer 84, wohnen Elfen.

Schaut doch mal vorbei!

(Bildquelle: Laufskálavarða, http://pa-photoart.de/)

(Bildquelle: Laufskálavarða, http://pa-photoart.de/)

 

 

 

 

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