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Kreativitätstechniken (4): Brainwriting

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Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Heute möchte ich euch die Kreativitätstechnik Brainwriting vorstellen. Das ist quasi das neue Brainstorming, da es den natürlichen Prozess des Brainstormings grundlegend unterstützt. Wichtig für jede Ideenentwicklung ist nämlich, erstmals möglichst viele Ideen zu generieren – vollkommen unabhängig von Machbarkeit oder Sinnhaftigkeit. Aus diesem Ideenpool werden dann in einem zweiten Schritt konkrete Ideen generiert. Es gilt: Je voller euer Ideenpool zu Beginn, desto besser!

Voraussetzungen & Durchführung

Zum Brainwriten braucht ihr ein Team von mindestens 2 Personen (je größer die Gruppe ist, desto besser), Papier und Stifte. Wir starten, indem jeder Teilnehmer ein weißes Blatt Papier nimmt und innerhalb weniger Minuten alle Ideen zu einer vorab definierten Fragenstellung notiert. Tipp: Achten Sie darauf, dass diese Fragestellung möglichst einfach ist und nicht zu viele Aspekte abdeckt. Je klarer die Frage, desto besser meist die Idee. Nach Ablauf der Zeit, werden die Blätter weitergereicht. Nun muss jeder Teilnehmer an den Ideen seiner Sitznachbarn weiterarbeiten. Ziel ist es, jede Idee auf dem Blatt weiterzuentwickeln – egal wie komisch, unsinnig oder langweilige sie ist. Versuchen Sie zu überlegen, was die Idee besser machen könnte. Nach 10- 15 Minuten werden die Blätter eingesammelt und die Ideen gemeinsam diskutiert.

Brainwriting: Vorteile

Die Vorteile von Brainwriting liegen auf der Hand: Dadurch, dass jeder gezwungen ist, die Idee auf dem Blatt weiterzuentwickeln entsteht eine positive Grundstimmung, die Kritik verhindert.  Und bekanntlich ist ja die Kritik der größte Feind erfolgreicher Brainstormings. Darüber hinaus werden mit kaum einer Methode mehr Ideen in kürzerer Zeit generiert.

Wann macht Brainwriting Sinn?

  • Wenn Sie eine besonders große Anzahl an Teilnehmer für ein Brainstorming haben.
  • Wenn es viele stille Personen in der Gruppe gibt, die sonst von den Alphatieren übertönt werden.
  • Sie beschränkte Zeit haben um erste Ideen zu entwickeln und möglichst viel Output benötigen.

 

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/7171548@N04, Marco Arment, Creative Commons Lizenz, keine Änderungen vorgenommen

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