E-Bike

E-Bike Test: „Turbo“ von Specialized

| Keine Kommentare

Ich habe ja schon mehrfach an dieser Stelle über „richtige“ Räder geschrieben. Erst letztens war ich auf einem Bike Festival und konnte einige Radneuheiten testen und bestaunen. Wie immer gilt aber auch hier: Das Material kann noch so gut sein, wenn die eigene Kondition hinterher hinkt. Mein letztes Testbike war deshalb ein E-Bike auf der Radwerkstatt von Specialized. Das gleicht Fitnesslücken aus und macht euch am Berg unschlagbar! Das „Turbo“ von Specialized ist ein äußerst treuer, zuverlässiger und vor allem schneller Begleiter. Bei einem Preis von etwa 5.550 Euro sind die Erwartungen an einen solchen Untersatz natürlich sehr hoch: ich kann aber bestätigen, dass das Rad jeden überzeugte, der auch nur 1 Minute auf dessen Sattel saß.

Alle Einwände gegenüber E-Bikes wie „Das nützt ja nur bis 25 km/h etwas“, „Die Batterie ist schneller leer als die Tour zu Ende ist“ oder „E-Bikes sind nur etwas für Rentner“ widerlegt das Superrad klar und deutlich. Was auf der  letztjährigen ISPO Bike noch als Zukunftsvision schien ist heute absolut im Alltag angekommen. techspec-bike

Der Name „Turbo“ ist bei den amerikanischen Radspezis von Specialized Programm: aufgrund der Unterstützungsleistung des Motors bis 45 km/h erhielt mein Testrad eine Zulassung und eine Nummer, die jedoch recht unaufdringlich an der Sattelstütze befestigt wird. Generell ist es so, dass das Bike einen recht sportlichen Eindruck macht und meiner Meinung nach nicht vergleichbar ist mit den E-Bikes, deren Lithiumbatterien etwas unschön am Gepäckträger oder deutlich sichtbar an den Rohren des Rahmens montiert wird. Specialized legt viel Wert darauf, dass das Rad homogen wirkt und stattet es dem Preis angemessen aus: mit einem gewichtsreduzierten, modernen Alu-Rahmen (innenverlegte Züge, X12 Steckachse), Magura MT Carbon Bremsen, Lichtanlage über den Tacho steuerbar und vieles mehr. Das Loblied ist aber noch nicht zu Ende: ich habe mit dem Rad eine 100km weite Tour (ca. 400 Höhenmeter) gemacht, was den Akku im hauptsächlich genutzten Ökomodus weniger schrumpfen ließ als gedacht. Am Ende waren noch knapp ein Zehntel Ladekapazität vorhanden, was wohl für die allermeisten Touren ausreichend sein sollte. Noch besser wird die Bilanz, wenn man häufig rekuperiert oder den Motor ausschaltet. Hier ist der größte Kritikpunkt angebracht: bei ausgeschaltetem Motor braucht man mehr Muskelkraft als ohne Doping möglich ist :-)

Fazit: das „Turbo“ von Specialized fühlt sich mit seiner Geschwindigkeit und dem enormen Spaßfaktor wie ein Blick in die Zukunft an. Wer die Möglichkeit hat, ein solches Rad zu testen, sollte die Gelegenheit nutzen!

 

Bildquelle: http://turbo.specialized.com

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.