Bike-Trends 2013

| 4 Kommentare

Das Fahrrad hat sich in den letzten Jahren als Lifestyle-Produkt in urbanen Großstädten etabliert und sorgt wie kein anderes Produkt für individuelle Mobilität. Mit den beiden Messen ISPO Bike und Eurobike 2012 endet die diesjährige Radsaison; Grund genug, sich bereits jetzt die Styles und Trends für 2013 anzusehen.

Trend #1: Pures Vergnügen

Minimalismus als Meta-Trend unserer Gesellschaft macht auch vor Fahrrädern nicht halt. Das Motto ist einfach und lautet: weniger ist mehr. Dies schlägt sich bei Fahrrädern 2013 ganz besonders in Form, Funktion und Farbwelten nieder: Mit unifarbenen Modellen ohne Bremsen und Gängen (so genannte Fixies und Singlespeeds) setzen sich zunehmend schlankere Bauweisen durch. Für Minimalismus in Perfektion sorgt z.B. das italienische Kickstarter-Projekt FABIKE mit einem Rad für Jedermann, welches in der puristischen Variante nur 5,4 Kilo wiegt und damit nur etwa ein Drittel eines normalen Standard-Fahrrades auf die Waage bringt. Selbst die Profiräder der Tour de France sind deutlich schwerer, was im Großstadtdschungel optimalen Vortrieb garantiert und die Fahrt zur Arbeit zum puren Vergnügen macht.

Trend #2: Ladies im Fokus

Nur selten wurden in den vergangenen Jahren Räder ausschließlich für Frauen entwickelt. Nun wacht die gesamte Industrie auf und entdeckt auch Frauen als kaufstarke Zielgruppe. Neben speziell für die weibliche Anatomie angepassten Geometrien der Modelle, entwickeln die Hersteller nun auch bewusst stilvolle und gleichzeitig funktionale Accessoires für Anspruchsvolle. Ein Beispiel hierfür ist der etwa 500 Euro teure „unsichtbare“ Radhelm „Hövding“ aus der gleichnamigen schwedischen Designmanufaktur. Dieser schont akkurat gekämmte Frisuren, indem er sich wie ein Tuch um den Hals hängend im Falle eines Sturzes zum Airbag aufbläst und den Kopf stilsicher vor Verletzungen schützt. Für mich das Lifestyle-Accessoire, auf das Frauen seit Jahrzehnten gewartet haben.

Quelle: Hövding/ via: http://www.mynewsdesk.com/se/pressroom/hovding/image/view/hoevding-osynlig-cykelhjaelm-svart-kombinationsbild-83298

Trend #3: Accessoires für den urbanen Alltag

Die tiefere Integration der Radkultur in die täglichen Lebenswelten erfordert und fördert Zubehör, welches die Räder zunehmend zur mobilen Schaltzentrale des Autoverzichters macht. Auf dem Rad mittels Apple’s Siri einen Arzttermin bestätigen und gleichzeitig das neue iPhone steckdosenfrei laden? Kein Problem mit dem 100 Dollar teuren Ladegerät EcoXPower, welches durch Tretkraft elektrische Geräte während der Fahrt auflädt und parallel als Befestigung dient. Ist man nicht mehr in der Stadt unterwegs, sondern im Gelände, tauscht man das Smartphone mit einem Outdoornavi – EcoXPower lädt alles, solange du trittst.

Trend #4: Das grüne Rad (!?)

Wir sehen es bereits täglich auf den Straßen: Die e-Bike Welle hat gerade erst begonnen und immer mehr Radler schwören auf die elektronische Unterstützung. Die verbauten Akkus benötigen jedoch Stoffe, welche zu den so genannten „seltenen Erden“ gehören und häufig nicht umweltfreundlich abgebaut werden. Mit zunehmender Verbreitung der e-Bikes  werden immer mehr Menschen auf die tatsächliche Umweltbilanz achten und Hersteller zu sauberer Produktion ohne großen ökologischen Fußabdruck animieren.

Trend #5: Maßgeschneidert statt von der Stange

Du erinnerst dich sicher an deinen ersten Fahrradkauf. Mit den Eltern zum lokalen Fahrrad-Händler und man kauft das Bike, das gerade vorrätig ist. Dieser oftmals recht freudlose Kaufprozess gehört nun der Vergangenheit an. Der Fahrradkauf der Zukunft beginnt online! Auf Basis deiner Körpermaße sucht ein digitaler Berater den optimalen Rahmen für deine Anatomie. Anschließend stellst du dir Farbe, Komponenten und Zubehör individuell zusammen, wie beispielsweise bei AlienBikes. Dein perfektes Rad!

Quelle Artikelbild: http://alienbikes.com/gallery.php

4 Kommentare

  1. Wer sich nicht mit der Materie auskennt, der sollte es einfach lassen.

    zu 2.: Der Helm ist total quatsch- der geht schon auf, wenn du in der U-Bahn mal das Gleichgewicht verlierst und zudem bin ich gespannt, wie das Teil so schnell über den Zopf springt. Ziehst du das Ding selber an? NEIN. Also werden es andere auch nicht tun.

    zu 5.: nichts und gar nichts ersetzen das Raufsetzen auf dein neues Fahrrad vor Ort, da kann man noch so viel Maß nehmen. Das ist wie Klamotten kaufen. Das Problem hierbei ist jedoch- wenn du feststellst, dass das Bike dir Rückenschmerzen bereitet, dann musst du es wieder abbauen!!!! und zurückbringen zu deinem lokalen Postdealer. Und was ist mit Garantie, wenn was kaputt ist? Großstädter haben da so ihre Probleme mit Schlauchwechsel und so. Da gehts dann eh schnell zum lokalen Bikehändler und muss gleich wieder Kohle lassen.

    PS: Ist das ein Spassartikel und bin ich jetzt reingefallen?

  2. Hallo und vielen Dank für deinen Kommentar! Schade, dass dir unser Artikel nicht gefällt. Gerne möchte ich deine Fragen beantworten:

    Zu Trend 2: Für eine genaue (technische) Beschreibung des Produktes (z.B. wie sensibel ist der Auslösemechanismus) müsstest du dich an den Hersteller wenden, der beispielsweise unter http://www.hovding.com/en/how#sensorer die genaue Funktionalität der Sensoren beschreibt. Hövding hat aus meiner Sicht einiges dafür getan, um die Entfaltung des Helmes zu optimieren – so zum Beispiel einen manuellen An/Aus Schalter implementiert, so dass du in der U-Bahn nicht befürchten musst, dass der Helm aufgeht. Nichtsdestotrotz handelt es sich um ein völlig neuartiges Produkt, dessen Wirkung aktuell nur im Praxistest geprüft werden kann, weswegen im Alltag durchaus klassische Systeme einen höheren Sicherheitsstandard bieten dürften. Hast du denn schon praktische Erfahrungen mit dem Helm gemacht?

    Wichtig ist mir an dieser Stelle nochmals zu betonen, dass wir auf diesem Blog lediglich neue, innovative Produkte vorstellen. Es handelt sich dabei nicht um einen Produkttest oder gar eine Kaufempfehlung. Wir möchten neue Trends vorstellen, ungewöhnliche Blickwinkel und Ideen präsentieren und unsere Leser über aktuelle Entwicklungen informieren. Ich persönlich finde das Produkt super und ja, ich würde es auch selbst benutzen, wenn es etwas günstiger wäre.

    Zu Trend 5: Dieser beschreibt grundsätzlich die Tendenz zur starken Individualisierung, die eben in Zukunft schon bei der Zusammenstellung des Bikes beginnt. Wie alles, wird auch dieser Prozess zukünftig immer stärker in der digitalen Welt ablaufen. Deine Einwände verstehe ich – es gibt jedoch schon einige Online-Händler, wie z.B. Radon, die mit einem großen Händlernetz zusammenarbeiten und somit die Vorteile von Online- und Offline-Welt verbinden. Das Rad wird im Internet konfiguriert, bestellt und dann beim Händler abgeholt. Der stellt es dir dann richtig ein und achtet auf eine gute Ergonomie. Sollte ein Käufer dennoch nicht zufrieden sein gilt – wie bei allen Online-Käufen in Deutschland – das Rückgaberecht. Garantiefälle werden ebenfalls über den Händler abgewickelt – wobei ein platter Reifen in den meisten Fällen nicht unter die Garantie fällt 😉

  3. Pingback: Overade: Mitnehm-Fahrradhelm - Stylewelt

  4. Pingback: Rennmaschine. Canyon Speedmax CF | Stylewelt

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.